...haben ein Vereinbarkeitsproblem. Das ist der Titel einer Pilotstudie, deren Zusammenfassung man auch online finden kann. Und über die ich auf der Seite von ver.di gestolpert bin, die das Ding mit unterstützt haben. Wie übrigens auch die Böckler-Stiftung und das BMFJFS. Auszug:
Die Reaktionen des betrieblichen Umfelds auf einen Mann in familienorientierter Teilzeit werden im Gegensatz zur formalen Durchsetzung von den weitaus meisten Interviewpartnern als kritisch gesehen. Die Reaktionen reichen von Unverständnis und Vorurteilen bis hin zu offener Diskriminierung und Marginalisierung. Fast einhellig wird ein tendenziell konservatives Klima am Arbeitsplatz beklagt, das mit einem Mangel an Akzeptanz für eine Reduzierung der Arbeitszeit zu Gunsten einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie einhergeht.
Dieses Klima zeigt sich ironischerweise auch in Betrieben, die ausdrücklich für Teilzeitmodelle zum Zweck einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf werben. Die Arbeitszeitreduzierung wird als unsolidarische Zumutung interpretiert, der Mann in Teilzeit gilt gleichsam als arbeitsscheu. Familiale Verpflichtungen werden nicht wirklich als legitimer Grund anerkannt, das berufliche Engagement für eine bestimmte Zeit zu bremsen bzw. die Bedeutung der Berufsarbeit zu relativieren.
Die Väter fühlen sich unter einem permanenten Rechtfertigungsdruck, wenn sie beispielsweise pünktlich den Betrieb verlassen, da die Kinder rechtzeitig aus dem Hort oder Kindergarten abgeholt werden müssen. Zusätzlich zu den vielfach negativen Reaktionen durch Kollegen und direkte Vorgesetzte beklagen viele Interviewpartner den Effekt der Arbeitsverdichtung.
Bei sowas krieg ich irgendwie immer die erste Strophe der Nachtgedanken nicht aus meinem Kopf.
The world's a crazy place, et moi, j'en fais partie, quoi!
Das hier ist so eine Art private Gedankensortiermaschine. Ein Maschine-Seele-Interface. Baldrian, wenn's mal wieder nicht zum aushalten ist. Tischplatte, auf der ich meine Eindrücke ordne. Wasser zum reinblubbern. So in etwa.